Vergangene Woche fand das Festival für Digital-Experten in Hamburg statt. Wir haben uns unter 40.000 Technik-Nerds, Online-Marketers und Hipster gemischt und das sind unsere 5 Key Take Aways der Veranstaltung.

#1 VOICE ist DAS Thema

Auch wenn sich @profgalloway und @naomak von Google auf den #OMR18 gewiss nicht in allem einig sind, wissen beide sicher: „Voice is the new battleground!“ Ob Alexa, Siri oder Google Assistant – persönliche Sprachassistenten erlebten in 2017 den ersten Boom und sind nun auf dem besten Weg, Mainstream zu werden. 87% der B2C Marketing-Experten stimmen zu: Noch vor 2021 werden Sprachassistenten wie Amazon Echo oder Google Assistant eine signifikante Rolle im Marketing einnehmen. @naomak legt Brands in ihrer Keynote ans Herz, Marketingmaßnahmen bereits heute auf Voice zu optimieren.

#2 COMMUNITIES set the agenda, not brands

Vieles hat sich in den letzten Jahren verändert – Trends kamen und gingen, Hypes schlugen ein, neue Content-Formate entwickelten sich. Für @davidfischer von Highsnobiety ist nur ein Ziel über die Jahre hinweg das gleiche geblieben: Das Ziel, eine Community aufzubauen und einen nachhaltigen Impact auf die Kultur der eigenen Community zu schaffen. „Building a culture from the very beginning“ ist eines der wenigen Dinge, die auch Girlboss-Gründerin @sophiaamoruso rückblickend beim Aufbau ihres Unternehmens besser gemacht hätte. Den Gruppen- und Community-Gedanken müssen auch große Marken in Zukunft in ihre Strategie integrieren. Aktuelle Trends zeigen klar und eindeutig, dass Communities in Zukunft die Agenda vorgeben und nicht mehr die Brand. @davidfischer verdeutlicht dies am Hype von 90er Sport-Brands wie FILA, Kappa oder Umbro, die in Nischen-Communites ihren Ursprung finden.

#3 AI in Marketing – Data Driven Communication asks for Agile Behavior

Big Data ist spätestens seit den #OMR17 in den Köpfen aller Festival-Besucher präsent. „90 Prozent aller existierenden Daten sind in den letzten zwei Jahren entstanden“ (@NateSilver538 von Five Forty Eight), das lässt selbst uns als Data Driven Agency kurz staunen. Heiß diskutiertes Thema in diesem Jahr ist Artificial Intelligence, die mehr und mehr Einzug ins Marketing erhält und uns Prozesse überdenken lässt: Moment-Scoring statt traditioneller, demographischer Zielgruppensegmente, Real-Time Tracking und Advertising, AI-driven Platforms. @mrabkin erinnert daran, dass neue Produkte und Veränderungen auch neue Prozesse erfordern, die in den meisten Unternehmen zunächst auf Ablehnung stoßen. Auch die Werbebranche muss erst noch lernen, 100% agil zu werden.

#4 A Critical View on GAFA: Die Big Player in der Branche

Harte Kritik übt @profgalloway an GAFA (Google, Apple, Facebook & Amazon) und warnt das Publikum vor der Marktmacht der vier Tech-Giganten. Europa soll richten, was die USA nicht geschafft hat: massiv gegen GAFA vorzugehen. Der Grund liegt für @profgalloway auf der Hand: „Why should we break up Big Tech? Because we are capitalists.“ Robert Gentz von Zalando ist für den Wettkampf gewappnet und berichtet im Interview über Horizontalisierung und Marketing im Conversion Funnel: „Upper Funnel Marketing ist eine Kreativaufgabe. Das wird immer menschlich bleiben. […] Wenn das dann um Lower Funnel ‪#PerformanceMarketing geht, dann hat man [bspws. als Startup] strategische Vorteile durch Golden Nuggets, durch Fleißarbeit

#5 VALUE-ADDING content is king

In Zeiten von Fake News, Meinungsführern mit schwindender Authentizität und Publishern im ständigen Kampf gegen Algorithmen, sind „value-adding“ und „impact“ keine neuen, aber gängige Buzzwords auf der Konferenzbühne. Wer die Aufmerksamkeit der User gewinnen möchte und die begrenzte Zeit der eigenen Community nicht vergeuden möchte, der muss einmal mehr Content produzieren, der authentisch, informativ und mehrwertstiftend ist, erklärt Tobi Pearce von Sweat. @sophiaamoruso empfiehlt, Banner-Werbung durch Native Advertising zu ersetzen und mit Brands zu kooperieren, die eine (relevante) Story zu erzählen haben. @davidfischer übersetzt, was dies für das Influencer Marketing 2018 bedeutet: Die Meinungsführer der Zukunft, werden nicht einfach nur „Influencer“ sein, sondern eine neue Form von „Cultural Leaders“ ausmachen. Weitaus wichtiger als die Followerzahl ist der kulturelle Einfluss auf die eigene Community und die individuelle Message, die ein Meinungsführer mit seinen Fans teilt.