Die Zukunft des Shoppings – QR-Codes ermöglichen mobiles Einkaufen!

Die Supermarktkette Tesco hat in Südkorea mit einer innovativen Idee viel Aufmerksamkeit erregt und gleichzeitig den Umsatz erheblich steigern können. Wie? Mobile-Shopping mit QR-Codes macht’s möglich.

Tesco hatte in Südkorea bis dato einen schweren Stand. Obwohl die Kette sich dem Markt anpasste und ihren Namen im Land sogar zu Homeplus änderte, blieb sie die Nr.2 hinter dem Konkurrenten E-Mart, der mit einer größeren Anzahl an landesweiten Filialen auftrumpfen kann.
Bei der Überlegung, wie sie auf E-Mart aufschließen können, ohne die Anzahl ihrer Filialen zu erhöhen, kamen die Verantwortlichen auf eine geniale Idee: durch die Kombination von Smartphones, QR-Codes und ihrem bereits bewährten Heim-Lieferservice passte sich Tesco den Südkoreanern ein weiteres Mal an und konnte seinen Online-Umsatz so um 130% steigern.

Die Südkoreaner belegen unter den am härtesten arbeitenden Menschen weltweit den 2. Platz. Der Einkauf im überfüllten Supermarkt nach Feierabend oder am Wochenende kann da schonmal zur Tortur werden. Tesco’s Lösung: virtual stores. Haben die Kunden keine Zeit in die Filialen zu kommen, bringt man sie eben zu ihnen.

Dazu hat Tesco in südkoreanischen U-Bahn Stationen Supermarktregale in Form von Plakaten aufgehängt. Diese virtuellen Displays sind den echten zum Verwechseln ähnlich und bieten eine vergleichbare Auswahl.  Unter jedem Produkt findet sich neben dem Preis auch ein QR-Code, der einfach mit dem Smartphone gescannt werden kann und das Produkt somit automatisch im Warenkorb landen lässt. Die Liste der sich im Warenkorb befindenen Produkte wird dann an Tesco’s Lieferservice übermittelt, der die Waren schnell und direkt noch am selben Tag nach Hause liefert. Eine genauso simple wie clevere Idee, die den vielen Pendlern die Möglichkeit gibt, die Wartezeit auf die nächste U-Bahn sinnvoll zu nutzen und ihre rare Freizeit verstärkt zu genießen.

Mit dieser Idee hat Tesco einen ersten innovativen Schritt hin zu den vielfältigen Möglichkeiten der QR-Codes gemacht. QR-Code Generatoren gibt es mittlerweile ja schon reichlich, z.B. http://goqr.me/ oder http://www.meinstrichcode.de, doch noch immer nicht wurde das Potenzial dieser Verbindung zwischen der Offline- und Online-Welt voll ausgeschöpft. Mit dem entsprechenden Marketing könnten Ideen wie die von Tesco’s virtual shops auch gut in Ländern funktionieren, deren Bevölkerung (noch) nicht so High Tech-versessen ist wie die südkoreanische.

In dem Zusammenhang erwähnenswert und interessant ist das Tool qrlike. Dieses Tool hebt sich von anderen QR-Code Generatoren dahingehend ab, dass reale Objekte quasi mit einem Like-Button versehen werden können. Wird ein mit diesem Tool erstellter QR-Code gescannt, landet man auf der qrlike-Seite und kann durch den dort erscheinenenden Like-Button schnell und einfach seinen Facebook-Status aktualisieren.

Bianca Gade hat auf ihrem Blog schon einige Möglichkeiten aufgezählt, wie QR-Codes durch dieses Tool zu Marketing-Zwecken genutzt werden können. Von Restaurants, die durch QR-Codes auf ihren Speisekarten zufriedene Gäste für sich werben lassen können, bis zu Autoren und Verlagen, die durch QR-Codes auf ihren Büchern mehr Aufmerksamkeit erlangen können, gibt es eine Vielzahl an potenziellen Nutzungsmöglichkeiten.

Zum Schluss möchten wir euch das Video der Tesco-Aktion natürlich nicht vorenthalten:

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3 Responses to Die Zukunft des Shoppings – QR-Codes ermöglichen mobiles Einkaufen!

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